Drehbrücke D724

 

 

Die Drehbrücke D724 ist der Werkgruppe „Schill“ und dem Pz.W. 755 östlich vorgelagert.  Sie überspannt den Graben 725 und konnte bei Bedarf um 90 Grad zur Seite gedreht werden. Um das zu ermöglichen ist die Brücke drehbar auf einem Zapfen gelagert. Mittels Muskelkraft (nur?) und eines Gegengewichtes wurde die Brücke dann in Sperrstellung gebracht. Anschließend wurde sie an einem Betonpfeiler arretiert. Die Brücke wurde in den Jahren 1936/37 errichtet und befindet sich in einem vorzüglichem Zustand. Der Zugang in den Maschinenraum erfolgt über eine seitliche Treppe. Hier schützte eine Panzertür 434P01 das Bedienpersonal, welches sich jedoch nur durch eine kleine Scharte in der Tür hätte verteidigen können. Leider steht der Maschinenraum heute unter Wasser, so dass man etwas herumturnen muss, wenn man keine nassen Füße bekommen möchte. Aber das lohnt sich alle mal. Die Antriebsanlage ist in einem sehr guten Zustand. Der originale Farbanstrich, in dezentem Grau, ist ebenfalls erhalten geblieben. Sogar die Zahnräder sind immer noch gut geschmiert und sehen aus wie neu. Angeblich brachten es einige Spaßvögel vor Jahren fertig, die Brücke in Sperrstellung zu bringen. Da man auch in Polen keinen Sinn für solche Art Humor hat, wurde das Bauwerk dahingehend gesichert.

Ein Besuch dieser Drehbrücke ist unbedingt zu empfehlen, da sich hier wunderbar die Funktionsweise dieser Art von Brücken erkennen lässt.

 

 

die Brücke in östlicher Richtung (Feindseite)
   
Fuge zwischen beweglichem und festem Teil
   
Seitenansicht mit Drehpunkt
   
der zu überspannende Graben 725
   
Betonpfeiler zum arretieren der geöffneten Brücke
   
der selbe Pfeiler aus einer anderen Perspektive
   
Inspektion der Brücke
   
Hebel zum Feststellen der geschlossenen Brücke
   
Hohlraum unter der drehbar gelagerten Brücke
   
Öffnung zum Maschinenraum – rechts auf dem Zapfen  ruht die Brücke
   
Rollen zum fixieren des Zapfens
   
Zugang zum Maschinenraum –Panzertür 434P01
   

Blick in den Maschinenraum – im Vordergrund zu erkennen, die Vierkante zum Ansetzen der Kurbel  und rechts im Hintergrund der Drehzapfen

   
der Antriebsmechanismus – gut zu erkennen, das noch reichlich vorhandene Schmierfett
   
Bedienhebel zur Steuerung der Anlage
   
Gegengewicht
   

Detail der Maschine und Betonsockel

   
Übergang von Maschine auf den Drehzapfen
   
   

 

Kurzfilm Drehbrücke (12,6 MB)

 

Übersicht aller Bauwerke