Pz.W.669

 

Baujahr:                    1935/36

Ausbaustärke:           B alt                                                       

Nutzfläche:                242,95 Quadratmeter

Erhaltungszustand:   95%

 

 

Das Pz.W.669 befindet sich direkt an der Straße A2 Swiecko – Poznan, ca. 250 m vor der Ortschaft Mostki auf einer Anhöhe. Im Vorfeld der Anlage erstreckt sich in südwestlicher Richtung der Graben 701, welcher durch den "Großen Nischlitz-See" mit Wasser versorgt wird.

Obwohl sich das Pz.W. direkt an der Straße befindet, ist es aufgrund des Baumbestandes von dort aus nicht sofort zu sehen. Am besten stellt man sein Auto in Mostki an der Tankstelle ab. Von hier geht es in Richtung  Westen  direkt an der Straße entlang bis die Ortschaft verlassen wird. Auf der nun beginnenden Steigung erkennt man auf der linken Seite den ca.1,5 km langen Graben 701. Wenige Meter weiter befindet sich auf der rechten Seite der Straße, etwa 10 m im Wald, das Pz.W.669. Dieses Bauwerk stammt bereits aus der Zeit der Nischlitz-Obra-Linie und befindet sich in einem sehr guten Zustand. Nur im oberen Geschoss der zweistöckigen Anlage wurden Teile gesprengt und sämtliche Panzerbauteile entfernt. Der Zugang erfolgt am sichersten über die Eingangsverteidigung. Sprengungen erfolgten nur im Bereich der Pak-Garage sowie im Flur- bzw. Treppenbereich, jedoch kann die untere Etage ohne weiteres betreten werden. Das Pz.W. besaß einen Dreischartenturm 2P7 für 1MG, einen Sechsschartenturm 20P7 für 2 MG, sowie zur flankierenden Eingangsverteidigung eine Panzerplatte 7P7 für 1MG. Im Eingangsblock befand sich die Entgiftungsnische, zwei Fallgruben und zwei Nahkampfscharten, eine dritte Scharte befand sich an der Rückseite der Pak-Garage. Im Obergeschoss waren der Führer- und der Nachrichtenraum, der Kampfraum zur Nahverteidigung, die Wache, der Waschraum und die Toiletten, der Wasservorratsraum und der Bereitschaftsraum untergebracht. Von hier aus geht es  auch in den Sechsschartenturm.

 Über eine Betontreppe erreicht man das Untergeschoss. Hier befanden sich die Ruheräume der Besatzung, die Küche sowie Lagerräume und der Zugang zum Dreischartenturm. Damit das Pz.W. unabhängig von der Außenwelt war, waren hier unten auch die Versorgungsanlagen untergebracht. Im Maschinenraum standen früher zwei Aggregate zur Stromerzeugung und die Lüftungsanlage. Außerdem gab es einen Pumpenraum in dem aus einen Tiefbrunnen Wasser gewonnen wurde, welches nach dem Verschmutzen in eine eigene Klärgrube kam. Mit Hilfe zweier Notausgänge gelangte man von hier aus auch wieder ins Freie.

 

 

 

Pz.W. 669 

Ansicht auf den Eingangsbereich

Pz.W. 669

rechts - Eingang mit Nahkampf-scharte, rechts erkennt man den Zugang zur Entgiftungsnische

 

 

 

 

   

  gesprengter Dreischartenturm 2P7
 

 

 

 

 

 

Sechsschartenturm 20P7 mit Betonverkleidung

 

 

 

  

 

 

 

Blick in den Sechsschartenturm

 

 

Mathias am Eingangsbereich des Pz.W.669
 

 

  Scharte im Eingangsbereich
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick von unten aus dem Sechsschartenturm

Pz.W 669:   Blick vom Ruheraum über den Flur. Die Treppe führt zum Untergeschoss  in Richtung Bereitschaftsraum

 

 

Pz.W 669:

Eingedrückte Wand im Flur und Treppe zum Untergeschoss

 

 Pz.W 669: Blick zum Himmel durch den Sechsschartenturm 20P7

         

Ansicht in Mostki (Baujahr 1935)

Graben 701 am Ortseingang von Mostki  

 

         

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