Pz.W. 589

 

 

Baujahr:                  1938/39

Ausbaustärke:         B alt

Nutzfläche:             297,49 m²

Erhaltungszustand:  65 %

 

Dieses Panzerwerk liegt etwa 700 m nördlich des Pz.W. 587 im Wald. Über einen Waldweg gleich hinter der Kipprollbrücke  K622 geht es etwa einen halben Kilometer in den Wald. Jetzt erkennt man auf der rechten Seite eine große Schonung. Diese umgeht man, indem man in Richtung Osten bis zum Graben 621 geht. Hier führt ein Weg parallel entlang des Grabens, in Richtung Norden. Mit etwas Glück findet man links im Gestrüpp einen Ringstand. Wenn man dann die Schonung umgangen hat, kann man im Wald das Panzerwerk erkennen.

Das Panzerwerk befindet sich nahe des Grabens 621, zwischen der Sperre 619 und der Kipprollbrücke K622. Es ist das südlichste „richtige“ Panzerwerk und deckte auf Grund der günstigen Geländegegebenheiten einen sehr großen Abschnitt ab (das nächste größere Pz.W. (598) befindet sich erst in 3 km Entfernung). Aus diesem Grund besaß das Panzerwerk:

                               - einen Sechsschartenturm 20P7 mit 2 MG,

                               - einen Dreischartenturm 2P7 mit 1 MG,

                               - einen Panzerturm 424P01 mit einem Granatwerfer M19,

                               - einen Flammenwerfer unter Stahlring 420P9 sowie

                               - eine Kleinstglocke zur Infanteriebeobachtung 57P8.

Der Eingangsbereich des Pz.W. war außerdem durch ein MG hinter einer Schartenplatte 7P7 gesichert. Im Inneren des Eingangsbereichs gab es des Weiteren drei Nahkampfscharten, durch die mit Handfeuerwaffen auf eindringende Feinde geschossen werden konnte.

Heute gelangt man nicht mehr durch den Eingangsbereich ins Innere, da hier wie so oft die Fallgrubenabdeckungen fehlen. Auch durch die flankierende Eingangsverteidigung ist kein Eindringen möglich, da hier massiv gesprengt wurde. Der Zugang erfolgt heute über die gesprengte Decke im Bereich des Maschinengranatwerfers. In diesem Trümmerfeld befanden sich die Munitionsräume des Maschinengranatwerfers, Ruheräume für Unteroffiziere und Mannschaften, der Nachrichtenraum, der Führerraum und außerdem ein Bereitschaftsraum. Gegenüber dem Maschinengranatwerfer erkennt man die Überreste des gesprengten Dreischartenturms.

Durch einen Gang gelangt man in das Innere der Anlage. Gleich im vorderen Bereich gelangt man in die Wache und in die Hauptgasschleuse. Der nächste Raum diente als Toilette, wie man an den Resten der Waschanlage erkennen kann. Am Ende des Ganges schließt sich rechtwinklig ein weiterer Flur an. Der große Raum gleich am Anfang  beinhaltete die Maschinenanlagen zur Strom- und Wasserversorgung. Durch den jetzt folgenden Vorratsraum gelangte man zu dem einzigen Notausgang des Panzerwerks. Dem gegenüber befand sich der Flammenwerfer, dessen Unterbau noch teilweise erhalten ist. Jedoch steht der darunter liegende Raum für das Flammöl heute unter Wasser. Weitere Räume auf dem Gang enthielten die Küche, einen Verbandsraum, Vorratsräume für Wasser und Brennstoff sowie einen Ruheraum. Am Ende des Ganges gelangte man durch einen Bereitschaftsraum zum Sechsschartenturm.

Leider wurden die wesentlichen Panzerteile bei diesem Panzerwerk entfernt, jedoch lassen sich an der Art und Weise sehr gut die Dimensionen  dieser Panzerbauteile erkennen und ein Besuch lohnt sich.

 

 

 

 

  Pierre (am Auto) und Erik auf dem Weg zum Pz.W.589
 

 

  Stellungen im Umfeld des Pz.W.
 

 

  Ringstand am Graben 621 - durch den ungünstigen Lichteinfall hier schlecht zu erkennen
 

 

  aus anderer Perspektive noch einmal der Ringstand
 

 

  ...
 

 

  infolge der starken Sprengungen liegen rings um das Pz.W. Trümmer
 

 

  Trümmerteile
 

 

  gesprengter Panzerturm 424P01 für Maschinengranatwerfer M19
 

 

  Blick vom Maschinengranatwerfer in Richtung Dreischartenturm 2P7
 

 

  der gesprengte Deckenbereich
 

 

  entfernte Kleinstglocke 57P8 – im Hintergrund die Reste des Dreischartenturm 2P7
 

 

  Reste der Kleinstglocke 57P8  
 

 

  Reste des Sechsschartenturm 20P7
 

 

  Größenvergleich – 25 cm bester Panzerstahl
 

 

  teilweise entfernter Panzerturm 424P01

 

  ...der Panzerturm aus anderer Perspektive
 

 

  Kuppel des Panzerturm 424P01im Detail  – Materialstärke bis zu 25 cm
 

 

  Eingangsbereich des Pz.W.589 - linke Seite des Eingangsbereichs mit Lüftungsöffnung
 

 

  Blick auf den Eingangsbereich des Pz.W.
 

 

  Blick in den linken Eingang – links befand sich die Entgiftungsnische

 

 

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