Pz.W.623

 

 

Baujahr:                    1936

Ausbaustärke:          B alt

Nutzfläche:               285,60 m²

Erhaltungszustand:  95%

 

 

Um diesen Bunker zu erreichen, gibt es zwei Möglichkeiten. Der eine führt von der Straße Skape (Skampe) – Miedzylesie (Mittwald) durch den Wald in Richtung Süden zum Mittwaldersee. Über zwei kleine Dämme und eine Insel erreicht man einen Höhenzug und bewegt sich unterhalb dieses weiter in Richtung Osten. Nach ca. 300 m sollte man das Pz.W623. sehen.

Der zweite Weg ist etwas abenteuerlicher. Die Hauptstraße Skape (Skampe) – Przetocznica (Hammer) macht nach 1,5 km eine Linkskurve in der geradeaus ein Weg aufs Feld führt. Nach ca. 1 km geht es auf diesem Weg bergab und man sieht einen See mit einem Damm. Hier befindet sich die Sperre 610, welcher sich der Graben 613 in südliche Richtung anschließt. Achtung! Die Holzbrücke über den Stau ist noch original und in einem dementsprechenden Zustand!!! Für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 1 t nicht zu empfehlen! Von hier geht es etwa 1 km auf einen Waldweg in Richtung Norden.

Das Pz.W. 623 befindet sich in einem recht guten Zustand. Jedoch sind alle Panzerbauteile entfernt und der Dreischartenturm wurde gesprengt. Über diesen empfielt sich auch der Zutritt ins Innere des Werks, weil im Eingangsbereich keine Fallgrubenabdeckungen mehr vorhanden sind.

Der Zugang erfolgte früher über zwei nebeneinander liegende Eingänge, welche in eine Hauptgasschleuse führen. Dieser Zugang wurde gedeckt durch:

                                        - jeweils eine Nahkampfscharte innerhalb der Eingänge,

                                        - eine Nahkampfscharte in der Hauptgasschleuse

                                        - und durch ein flankierendes MG (hinter Schartenplatte 7P7).

 

Über einen kleinen Wachraum gelangt man in einen großen Flur. Die linke Seite des Flures führt zu den Toiletten, zur Küche, zum Ruheraum und zu einem Notausgang. Weiter hinten rechts erreicht man den Nachrichten- und den Führerraum, einen Bereitschaftsraum, den Dreischartenturm 2P7 und die Kleinstglocke zur Infanteriebeobachtung 23P8.

Geradeaus befindet sich der ehemalige Maschinenraum zur Energie- und Wasserversorgung, welcher mit zwei Aggregaten und einem Tiefbrunnen ausgestattet war.

Rechts gelangte man zur Eingangsverteidigung mit eigenem Bereitschaftsraum, sowie zum Sechsschartenturm 20P7, welcher ebenfalls einen Bereitschaftsraum besaß. Ein weiterer Raum am Ende des Ganges war als Verbandsraum eingerichtet. Gleich rechts daneben führt eine Tür in die Sicherheitsschleuse vor den Munitionsräumen des Maschinengranatwerfers M19. In den nun zwei folgenden Räumen wurde die Granatwerfermunition gelagert. Der letzte Raum enthielt ebenfalls Munition und die technischen Einrichtungen, welche zum Betrieb des Granatwerfers benötigt wurden. Von hier aus gelangte man auch über einen Notausgang ins Freie.

 

 

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Die Holzbrücke über den Stau 610...

 

 

... unserem Opel "Astra" A hielt

sie stand, allerdings warfen wir vor der

Überquerung jeglichen unnötigen

Ballast über Bord  ;-))

 

 

 

Auch heute erkennt man noch gut die ehemaligen

Feldstellungen, die sich in der Nähe des Werkes

durch den Wald ziehen

 

 

Außenansicht des Pz.W.623

 

 

...aus anderer Perspektive

 

 

links einer der Eingänge und die flankierende

Eingangsverteidigung

 

 

... noch einmal aus der Nähe

 

 

Blick in den rechten Eingang mit Gewehrscharte

Blick in den linken Eingang mit Gewehrscharte

und Entgiftungsnische

 

 

Die Entgiftungsnische mit

original himmelblauen Fliesen

 

 

Baujahrsangabe ("Baujahr 1936") im Bereich

des linken Eingangs

 

 

gesicherter Schacht des Pz.-Turm 38P8

für Maschinengranatwerfer M19

 

 

 

 

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