Pz.W. 728

 

 

Baujahr:                  1936/37

Ausbaustärke:         B alt

Nutzfläche:             91,30 m²

Erhaltungszustand:  30 %

 

Das einstöckige Pz.W.728 befindet sich in einem stark gesprengten Zustand. Nur der Eingangsbereich und die Hauptgasschleuse sind unzerstört erhalten geblieben. Hier sind wir auch gleich bei der größten Besonderheit dieses Panzerwerkes. Es ist nämlich das einzige mit einer erhalten gebliebenen Fallgrubenabdeckung  99P09.

Außerdem hat die Stahlschartenplatte 10P7 nicht den Weg in den Schmelzofen gefunden. Obwohl der Beton zum Teil schon weggesprengt wurde, hat man hier 3,2 t Panzerstahl nicht verwertet. Anders verhält es sich mit dem Sechsschartenturm 35P8. Hier wurde ganze Arbeit geleistet und der hintere Teil des Werkes gleich mit zerlegt. Durch die Sprengungen ist auch der Treppenschacht, der ins Hohlgangsystem führt, in Mitleidenschaft gezogen worden. Oberhalb finden sich zwar noch die Reste des Aufzugs, aber ein Blick in den Schacht zeigt einem dann: „UWAGA!“, hier geht’s nicht rein. Die Treppe, die hier zum Einbau gelangte, war aus Stahl gefertigt worden. Da man natürlich kein Nirosta verwendet hat, sieht die Treppe bzw. was von ihr übrig ist auch so aus. In der Mitte ist jedoch noch gut der Schacht für den Lastenaufzug zuerkennen.

Im unterirdischen Teil des Panzerwerkes bietet der  Treppenschacht kein besseres Bild. Auch hier sind die Treppe und der Aufzugsschacht stark verrostet bzw. durch heruntergefallene Trümmer zerstört worden. Dem Treppenschacht quer vorgelagert befinden sich links eine Halle für Maschinen und recht der Kasernenblock. Der Maschinenbereich ist natürlich leer, nur an einer Wand befinden sich die Reste von Kabeln und einer Lampe. Der Kasernenblock ist in zwei Etagen unterteilt. Die untere diente wahrscheinlich als Lagerraum, wogegen in der oberen Ruhe- und Sanitärräume waren. Obwohl hier ein Pissoir angebracht wurde, befindet sich alles in einem rohbauartigen Zustand. Die Gesamtgröße des unterirdischen Bereichs ist relativ klein, da auch das darüber liegende Panzerwerk nicht allzu groß war und somit kein weiterer Platzbedarf bestand.

Durch einen Gang gelangt man von hier aus zum Hauptstollen. Dieser führt auf der linken Seite zum Bahnhof A63 (mit dahinter liegendem Eingang A63) und auf der anderen Seite zum Hauptverkehrsweg.

Dieses einzelne Panzerwerk (es gehörte zu keiner Werkgruppe) hatte vermutlich die Aufgabe, den Eingang A63 zu decken. Dieses Eingangsbauwerk sollte ca. 300 m westlich von hier einen Zugang zum Hohlgang ermöglichen. Jedoch wurde es in Folge des allgemeinen Baustops nicht mehr errichtet.

Das Panzerwerk im Gelände zu entdecken ist gar nicht so einfach, weil es mit Grünzeug förmlich überwuchert ist. Selbst im Winter hat man Mühe, da es hinter einem Bahndamm versteckt liegt. Ausgangspunkt ist die Ortschaft Keszyca. Man durchfährt das Dorf in westlicher Richtung, bis zu einer Weggablung (großer Baumstumpf). Hier geht es nach links in Richtung Keszyca Lesna, das ehemalige Regenwurmlager. Nach dem Hügel macht die Straße einen Knick nach rechts. Hier jedoch weiter gerade aus fahren. Am Waldrand links halten und dem Weg an der Eisenbahntrasse ca. 500 m folgen. Links hinter dem Bahndamm liegt dann das Pz.W.728.

 

 

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Blick auf das gesprengte Werk

 

   

Blick auf das gesprengte Werk

 

   

flankierende Eingangsverteidigung

 

   
Erik beim Erklimmen der Trümmer
   
das Trümmerfeld von oben
   
Blick auf das zerstörte Werk
   
Schartenplatte 10P7
   

Schartenplatte 10P7 und „Lefty“ - die Hand

 

   
Blick durch die Schartenplatte
   
Reste des zerstörten Aufzuges
   
Blick in den Treppenschacht
   
Blick in den Treppenschacht – in der Mitte gut zu sehen: der Aufzugsschacht
   
Blick in den Treppenschacht
   
Hauptgasschleuse mit Resten eines Lüftungsrohres
   
Detail des Absperrschiebers
   
Blick in die andere Richtung mit Scharte und Gewehrschartenverschluss 57P8
   
Fallgrubenabdeckung  99P09
   
Fallgrubenabdeckung  99P09
   
die neuen Bewohner... Fledermäuse dicht aneinander gedrängt. Der Atem des Fotografen vernebelt leider etwas das Bild...
   
Abzweig vom Hauptgang
   
Blick auf den halbzugemauerten Treppenschacht
   
ein vorsichtiger Blick ins Innere des Treppenschachts - alles zerstört und verrostet
   
Reste der Treppe
   
Treppenabsatz aus Stahl
   
Installationsreste  
   
Abflussrohre im Kasernenblock
   
Pissoir im Obergeschoss der Kaserne
   

 

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