Pz.W. 745

 

 

Baujahr:                  1935

Ausbaustärke:         C

Nutzfläche:              32,86 m²

Erhaltungszustand:   95 %

 

 

 

Dieser sehr gut erhaltene „Hindenburgstand“ liegt an der Hauptstraße Miedzyrzecz – Pieski und hatte die Aufgabe diese zu decken. Kurz nachdem die Straße Keszyca – Kursko die Hauptstraße kreuzt, befindet sich in südwestlicher Richtung auf der linken Seite ein Parkplatz. Hier kann man sein Auto abstellen und die nähere Umgebung zu Fuß erkunden. Zum Panzerwerk gelangt man nach etwa 100 m, indem man der Straße in Richtung Pieski folgt. Gleich nachdem man einen kleinen Bach (Regenwurm) überquert hat, liegt auf der linken Seite etwas die Böschung hinauf das Pz.W.745. Der „Hindenburgstand“ ist wirklich in einem sehr guten Zustand, bis auch einen Treffer (?) in der Pak-Garage. Natürlich wurden alle Panzerbauteile entfernt, jedoch hat man dafür kein Dynamit verwendet. Nur ein großer Wassertank im Untergeschoss hat bis jetzt der polnischen Liebe zum Metall standgehalten.

Der Zugang in Innere ist problemlos möglich. Man hat die Wahl über den normalen Eingang, die Pak-Garage oder über den Kampfraum einzusteigen. Benutzt man den Eingang, gelangt über einige Stufen ins Innere. Auf der linken Seite befand sich die Wache, die gleichzeitig als Abort diente und von der aus der Eingang mit einer Scharte verteidigt werden konnte. Hier, wie auch bei der Scharte zur Pak-Garage kam ein Gewehrschartenverschluss 48P8 zum Einbau. Danach betritt man den Bereitschaftsraum. Von hier gelangt man zur Pak-Garage, zum Kampfraum und über eine Treppe sowie über einen Notausstieg ins Untergeschoss. Der Kampfraum war mit einem MG ausgestattet, welches durch eine Stahlschartenplatte 10P7 geschützt wurde. Eine Scharte erlaubte außerdem die Verteidigung der Pak-Garage. In der Pak-Garage befinden sich nur noch zwei Betonsockel zur Aufnahme von zwei U-Schienen. Hierauf wurde die 3,7 cm Pak ins Innere geschoben. Ein  Treffer (?) neben der Scharte zeigt ganz deutlich, dass zumindest diese Innenwand ohne Stahlbewehrung ausgeführt wurde. Gehen wir nun ins Untergeschoss. Da der Zugang im unteren Bereich der Treppe durch einen verkeilten Wassertank unmöglich ist, benutzen wir den Notausstieg. Klettert man die Steigeisen hinab, so befindet man sich gleich im Ruheraum. An den Wänden befanden sich die Betten der Besatzung in drei Etagen über einander. Einige Halterungen dieser Betten sind in Resten erhalten geblieben. Auch die Beschriftungen an den Wänden haben die Zeit überdauert. Ein Umstand, der auf die relative Trockenheit im Bunker zurück zu führen ist. Der Führerraum überrascht außerdem mit einem sehr gut erhaltenen Deckenanstrich, der früher auf jeden Fall heller als das jetzt vorhandene „Hornhaut-Umbra“ war. In der Küche, die hinter einem kleinen Flur liegt, sind sehr gut die Umrisse des Waschbeckens an der Wand auszumachen. Außerdem befanden sich hier eine Wasserpumpe und der Wassertank, welcher im Treppenhaus liegt. Der benötigte Strom zum Betrieb der elektrischen Anlagen wurde über das öffentliche Netz eingespeist und durch ein Erdkabel ins Untergeschoss geleitet. Bei Stromausfall konnte mittels „Hindenburglicht“ in den Lichtnischen für etwas Helligkeit gesorgt werden. Wie man außerdem gut in der Küche sehen kann, wurde das Untergeschoss in Ziegelbauweise errichtet.  

 

 

 

Kein Panoramafenster, sondern die entfernte Schartenplatte 10P7
   
Betonschutz für die 3,7 cm Pak, wenn diese in Stellung gebracht war
   
und aus der Nähe
   
Rückseite des Betonschutzes
   
Hohlweg zur Eingangsseite des Pz.W.
   
Pak-Garage und Eingang
   
die Pak-Garage aus anderer Perspektive
   
Pak-Garage und Eingang
   
Eingang und Nahkampfscharte
   
Hinter dieser Scharte befand sich der Abort
   
Zugang zur Pak-Garage – die zweiflüglige Panzertür wurde bis die Reste der Scharniere demontiert
   
Blick in die Pak-Garage
   
 Scharte zur Verteidigung der Pak-Garage
   
Einschuss in der Rückwand der Pak-Garage – gut zu sehen: keine Bewährung
   
Blick aus der Pak-Garage
   
Durchgang von der Pak-Garage zum Bereitschaftsraum
   
Treppe im Eingangsbereich
   
Schieber in der Wache, welche gleichzeitig Abort war
   
Treppe ins Untergeschoss, durch einem Wassertank blockiert
   
Pierre beim Einstieg ins Untergeschoss
   
Reste der Bettenhalterungen
   
Detail der Halterungen
   

Wandaufschriften für Telefon …

   

… und Kabeleinspeisungen

   
sehr gut erhaltener Deckenanstrich im Führerraum
   

verstopfter Zugang zur Treppe

   
Platz des Waschbeckens in der ehemaligen Küche
   
Beschriftung oberhalb der Pumpe im Raum 8
   
 Sockel der Wasserpumpe – rechts unten: das Brunnenrohr
   
wie man sieht besteht das Untergeschoss aus Klinkermauerwerk
   

 

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