Pz.W. 755

 

 

Baujahr:                  1935

Ausbaustärke:         C

Nutzfläche:             32,86 m²

Erhaltungszustand: 40 %

 

Das zerstörte Panzerwerk, genauer genommen der „Hindenburgstand“, befindet sich an der Straße Keszyca – Kursko. Es deckte die etwa 300 m entfernte Drehbrücke D724 sowie den Graben 725 und ist ein sehr interessantes Bauwerk. Es liegt links etwas oberhalb der Straße und ist im Sommer etwas schwerer auszumachen.

Als erstes fällt einem der Betonschutz auf, welcher die Pak und deren Bedienung schützen sollte. Das Obergeschoss der Anlage ist zum größten Teil durch Sprengung zerstört worden. Um an die Schartenplatte 10P7 zu gelangen, hat man fast den gesamten Kampfraum gesprengt. Auch der Eingangsbereich, der Abort und die Pak-Garage wurden beim Entfernen der Metallteile stark beschädigt. Nur das Untergeschoss blieb bei dieser Aktion fast  unbeschädigt. Der Zugang in selbiges erfolgt am sichersten über den Notausstieg. Über in die Wand eingelassene Steigeisen (das die überhaupt noch da sind...!) gelangt man in einen großen Ruheraum. Hier befanden sich an den Wänden Klappbetten. Im Bereich vor dem Führerraum sind die Halterungen dafür teilweise erhalten geblieben. An den Wänden finden sich außerdem noch diverse Aufschriften sowie Reste von Wasserrohren. Der Führerraum besitzt wie durch ein Wunder sogar noch Kabelreste. Dem Ruheraum vorgelagert ist ein Flur, welcher zur Treppe und in die Küche führt. In dieser Küche war neben dem eigentlichen Küchenbereich (Reste des Spülbeckens und von Regalen) auch der Tiefbrunnen und ein Tank für das Trinkwasser untergebracht. Bemerkenswert ist hier die Lüftungsöffnung, welche von hier in den Flur führt. Sie ist innen mit einem Gitter versehen und konnte von außen mit einer Stahltür geschlossen werden. Der „Hindenburgstand“ verfügte über keine eigene Stromversorgung und war daher vom öffentlichen Stromnetz abhängig.

Als weitere Besonderheit sind noch die kleinen braunen Farbtupfer auf der Eingangsseite zu erwähnen.

 

 

Blick auf das Panzerwerk
   
Betonschutz für die 3,7 cm Pak
   
Betonschutz für die 3,7 cm Pak in Schussrichtung
   
zerstörter Kampfraum für MG– die Schartenplatte 10P7 wurde komplett entfernt
   
Blick durch das Pz.W. in Richtung Pak-Garage
   
im Innern des Kampfraumes
   
 völlig zerstörter Eingangsbereich und Pak-Garage – man beachte die Farbpunkte auf der  Wand links
   
zerstörter Flur mit Blick in Richtung Treppe
   
Schieber zur Belüftung
   

Treppe ins Untergeschoss

   

ein vorsichtiger Blick ins Untergeschoss...

   
Notausstieg  aus dem Untergeschoss – unser Eingang
   
Wir sind unten! Ruheraum mit Notausstieg
   
Lichtnische im Ruheraum
   
Blick in die seitliche Nische vor dem Führerraum
   
Reste einer Garderobe sind erhalten geblieben
   

 … darunter die Öffnung für ein Sprachrohr

   

Beschriftungen an den Wänden weisen auf den Lüfter…

   
… und die Heizung hin
   
Fragmente der Bettenhalterung
   
Halterung des unteren Bettes
   
Reste von Wasserrohren
   

Reste der Elektroinstallation im Führerraum

   
Blick vom Ruheraum in Richtung Flur und Küche
   
Küche mit Installationsresten
   
Reste des Spülbeckens
   
Lüftungsöffnung und Reste von Wandregalen
   
Fragment der Deckenbeleuchtung
   
Lüftungsöffnung zum Flur
   

Nahaufnahme der Öffnung – mit Eisenstäben gesichert

   
die Öffnung auf der Flurseite – verschließbar mit einer Stahltür
   
Blick durch die Öffnung, sowie wieder Reste von Holz und Kabeln
 

 Ausstieg aus dem Untergeschoss, Mathi presst sich durch die Öffnung

 

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