Pz.W. 775

 

 

Baujahr:                  1935/36

Ausbaustärke:         B alt

Nutzfläche:             242,95 m²

Erhaltungszustand: 85 %

 

Dieses zweistöckige Panzerwerk aus den Jahren 1935 und 1936 hatte die Aufgabe, ein Übersetzen des Hochwalder See zu unterbinden sowie den Graben 720 zu decken. Die Brücke über den Graben unterhalb des Pz.W. wurde ebenfalls geschützt und konnte bei Bedarf gesprengt werden.

Bei diesem Panzerwerk handelt sich um eine ältere Anlage. Sie ist deshalb auch mit einer Pak-Garage für die 3,7-cm-Pak ausgestattet. Des Weiteren verfügte das Panzerwerk über einen Dreischartenturm 2P7, einen Sechsschartenturm 20P7 und eine Schartenplatte 7P7. Der Aufbau des Werkes gleicht im Großen und Ganzen dem des Pz.W. 669 in der Nähe von Mostki. Der Zugang erfolgte über einen Eingang und über die Pak-Garage. Die flankierende Eingangsverteidigung mit der Schartenplatte 2P7 sicherte diese Seite, wobei die Schartenplatte ihre volle Größe dem Angreifer zeigt. Der Eingang ist im Innern durch zwei Nahkampfscharten gesichert, ebenso die Pak-Garage durch eine weitere. Rechts im Eingang befanden sich die Entgiftungsnische sowie der Durchgang zur Pak-Garage. Gesichert durch zwei Fallgruben gelangt man in Wache. Hier ist mit der Exkursion Schluss. Durch die Sprengung kann man leider nicht weiter in den Bunker. Im Obergeschoss befanden sich noch ein Bereitschaftsraum mit Zugang zum Sechsschartenturm 20P7, die flankierende Eingangsverteidigung, der Nachrichten- und der Führerraum, ein Verbandsraum, der Waschraum mit Abort (mit Nahkampfscharte) und der Wasservorratsraum.

Im Untergeschoss befand sich die Küche mit dem Vorratsraum, ein separater Pumpenraum mit Tiefbrunnen, drei Ruheräume, ein Bereitschaftsraum mit Zugang zum Dreischartenturm 2P7, der Maschinenraum für zwei Stromaggregate, ein Wasservorratsraum, ein weiterer Brennstoffraum und ein Munitionsraum unter dem Sechsschartenturm.  Außerdem besaß der Maschinenraum zwei Notausgänge.

Das Untergeschoss ist trotz der Zerstörungen von außen über den gesprengten Dreischartenturm zu erreichen. Jedoch sollte man sich eine warme Badehose anziehen, da bei unserem Besuch im Winter alles mind. 1 m unter Wasser stand.

 

 

Der Eingangsbereich des Pz.W. 775

  1. Pak- Garage für 3,7 cm Pak (Panzerabwehrkanone)
  2. Eingang
  3. Schartenplatte 7P7 für MG zur flankierenden
      Eingangsverteidigung
 

 

Blick in die Pak- Garage

 

 

Die Pak- Garage von innen

 

 

 

Flankierende Eingangsverteidigung mit Stahlschartenplatte 7P7

Im Inneren des Pz.W.

Blick von der Pak- Garage durch die Entgiftungsnische zum Eingangsbereich

 

 

 

 

Die Überreste des Sechsschartenturms 20P7...

 

 

... und die Überreste des gesprengten Dreischartenturms 2P7

 

 

Der Einstieg in den Dreischartenturm

 

 

 

 

 

 

 

Hochwalde

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