Pz.W. 782

 

 

Baujahr:                    1936

Ausbaustärke:          B alt

Nutzfläche:               284,93 m²

Erhaltungszustand:  80 %

 

Dieses Bauwerk liegt ca. 250 m südöstlich der Ortschaft Staropole (Starpel), im Wald. Hierbei handelt es sich um einen großen, einstöckigen Bunker, der eine Besonderheit aufweist. Das Pz.W. besitzt nämlich eine flankierende Anlage, welche sich aufgrund seiner Lage im Gelände ergibt.

Die Aufgabe dieses Panzerwerks bestand im Schließen der Lücke zwischen dem Graben  715b und dem Starpeler See. Dafür war es mit folgenden Panzerbauteilen ausgestattet:  

Des Weiteren gab es eine flankierende Eingangsverteidigung mit einem MG. Dieses befand sich hinter einer Schartenplatte 7P7. Im Innern des Eingangsblocks waren außerdem drei Gewehrschartenverschlüsse 48P8 eingebaut welche als einzige Panzerbauteile zum Teil noch vorhanden sind. Der Zutritt erfolgte über einen Eingangsblock mit zwei Eingängen, wobei sich im rechten die Entgiftungsnische befand. Diese Zugänge waren im Innern durch jeweils eine Nahkampfscharte und eine Fallgrube (Achtung, Abdeckung fehlt!) gesichert. Beide führten in eine Hauptgasschleuse, die wiederum durch eine Nahkampfscharte gesichert wurde. Von hier aus gelangte man durch einen kleinen Wachraum in den Hauptflur.

Heute ist es nicht möglich die normalen Eingänge zu benutzen, da die Abdeckungen der Fallgruben der Metallsammelleidenschaft der Polen zum Opfer fielen. Der Zutritt erfolgt deshalb über den gesprengten Dreischartenturm 2P7 oder die ebenfalls gesprengte flankierende Anlage. Wir wählten den Zugang über die Reste des Dreischartenturms, dessen Überreste sich auch noch in einiger Entfernung auffinden lassen. Durch einen kleinen Munitionsraum gelangt man in einen Bereitschaftsraum. Diesem schließt sich ein rechtwinkliger Flur an. Im ersten Raum links war der Kommandant untergebracht. Über einen schmalen Gang gelangte man von hier aus zur Kleinstglocke 23P8. Der nächste Raum diente als Nachrichtenzentrale, geradeaus gelangte man zum Maschinengranatwerfer M19 mit der davor gelagerten Sicherheitsschleuse. Dieser schließen sich die beiden Munitionsräumen sowie ein vierter Raum an, in dem ebenfalls Munition gelagert wurde und sich technische Einrichtungen befanden. Hinter dem Knick  ging es auf der rechten Seite in einen großen Ruheraum. Als nächstes erreicht man den Hauptflur des Bunkers. Gerade aus geht es in die Wache und zum eigentlichen Eingang. Bewegt man sich nach rechts geht es gerade aus zu einem Notausgang. Im ersten Raum links befand sich früher ein Wassertank. An der nächsten Tür geht es in einem Bereitschaftsraum, in dem sich die Besatzung des sich anschließenden Sechsschartenturms sowie die der Eingangsverteidigung aufhielten. Am Ende des Flures befanden sich noch ein Verbandsraum und ein Notausgang.

Hinter der Wache wurde der Hauptflur durch eine Tür abgetrennt. Hier im hinteren Teil waren auf der linken Seite die Küche und ein Vorratsraum untergebracht. Dem gegenüber befanden sich die Toiletten und ein Waschraum. Hinter dem Küchentrakt war in einem Raum der Brennstofftank untergebracht. Weiter hinter rechts gelangt man in den Maschinenraum. Hier befanden sich zwei Stromaggregate, ein Tiefbrunnen zur Wasserversorgung sowie die Einrichtungen zur Belüftung, die Filteranlagen und ein weiterer Wassertank. Am Ende des Hauptflures erreicht man durch einen weiteren Flur, der auch als Munitionsraum genutzt wurde, die flankierende Anlage des Panzerwerkes und gelangt wieder ins Freie.

In östlicher Richtung hinter den Trümmern des Dreischartenturms sieht man außerdem die Reste eines Ringstandes.

 

 

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  Blick auf den Eingangsbereich und die
  flankierende Eingangsverteidigung
 

 

... noch einmal

 

 

Die beiden Eingänge,

hier durch Pfeile gekennzeichnet, im rechten Eingang

war die Entgiftungsnische untergebracht

 

 

flankierende Eingangsverteidigung mit

Schartenplatte 6P7 für ein MG

 

 

Blick von Innen durch die Scharte der

flankierenden Eingangsverteidigung.

Die Schartenplatte wurde von poln. Metallsammlern

nach dem Krieg entfernt.

 

 

Blick auf die Nahkampfscharte des rechten Eingangs

mit Baujahrsinschrift ("Baujahr 36"), rechts von der Scharte

erkennt man Überreste der gefliesten Entgiftungsnische

Nahkampfscharte der Hauptgasschleuse

 

 

Hauptflur

 

 

Blick in den Nachrichtenraum

 

 

Reste eines Gewehrschartenverschlusses 48P8

 

 

 

Die Kläranlage des Panzerwerks

Reste eines Gewehrschartenverschlusses 48P8

 

 

 

 

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