Pz.W.875

 

 

 

Baujahr:                   1935/36

Ausbaustärke:          B alt

Nutzfläche:               193,37 m²

Erhaltungszustand:   70%

 

 

 

Befährt man die E 65 von Skwiezyna (Schwerin) in Richtung  Küstrin, so erreicht man nach ca. 6 km eine Straßenkreuzung. Hier muss man links in Richtung Küstrin (E 65) abbiegen und sollte ca. 100 m nach der Kreuzung sein Fahrzeug abstellen. Das Panzerwerk 875 befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Straße im Wald.

Dieses zum Nordabschnitt gehörende Panzerwerk, befindet sich in der Nähe der Werkgruppe „Ludendorff“, gehört aber nicht zu dieser und ist auch nicht an deren Hohlgangsystem angeschlossen. Die taktische Aufgabe des Panzerwerks bestand darin, den Kreuzungsbereich der Kreuzung Schwerin- Küstrin- Landsberg zu sichern.

Das Panzerwerk 875 ist eine zweistöckige Anlage, die über folgende Bewaffnung verfügte:

 

·        Dreischartenturm 2P7 für MG

·        Sechsschartenturm 20P7

·        Stahlschartenplatte 7P7 für MG zur  Eingangsverteidigung

·        Stahlschartenplatte 10P7 für MG zur Eingangsverteidigung im Bereich der Pak- Garage

 

Außerdem verfügte das Panzerwerk über eine Pak- Garage für die 3,7 cm Pak (Panzerabwehrkanone), die im Verteidigungsfall in der Nähe des Pz.W. in Stellung gebracht wurde.

Der Eingang des Werkes befindet sich im Obergeschoss und ist heute aufgrund der fehlenden Fallgrubenabdeckung nicht mehr benutzbar. Heute erfolgt der Zugang am Besten über  die Pak- Garage im Untergeschoss. Von hier aus gelangt man in einen Ruheraum und ins ehemalige Treppenhaus.

Das Panzerwerk hatte je einen Notausgang für das Ober- sowie das Untergeschoss.  Leider erschweren starke Sprengungen im Inneren sowie bergeweise Sand und Abraum von kürzliche Grabungen im Untergeschoss des Werkes die Erkundungen. Für uns war es nicht nachvollziehbar wonach diese „Maulwürfe“ gesucht haben.

Von den Panzerbauteilen des Werkes sind nur noch die Stahlschartenplatten der Eingangsverteidigungen erhalten, die Schartentürme für MG wurden gesprengt und die Stahlbauteile entfernt

 

Pz.W.875, Blick auf die Pak- Garage (Untergeschoss)

weiter oben, Pierre und Mathias am Notausstieg (Pfeil) des Obergeschosses

 

 

 

Der Eingangsbereich (Obergeschoss), heute wegen fehlender Fallgrubenabdeckung unpassierbar.

 

 

Blick ins Treppenhaus zum Untergeschoss, wegen der umher liegenden Trümmer nur unter Schwierigkeiten "begehbar"

 

 

Hinterlassenschaften der "Maulwürfe" im Inneren des Panzerwerks. Wonach hier gegraben wurde konnten wir nicht in Erfahrung bringen. :-((

 

 

...hier wurde gegraben, nach Erdöl, dem Bernsteinzimmer? ;-)

 

 

Schartenplatte 10P7 für MG der Eingangsverteidigung im Untergeschoss (Pak- Garage)

Folgen der Sprengungen im Inneren des Werks

 

 

flankierende Eingangsverteidigung der Pak- Garage

 

 

Ansicht des Panzerwerks bei Nacht

 

 

   

 

 

 

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