Werkgruppe „Schill“

 

Im Wald am Schnittpunkt der Eisenbahnlinie Miedzyrzec - Sulecin sowie der Straße Keszyca – Kursko befindet sich die Werkgruppe „Schill“. Diese besteht aus den Panzerwerken 754 und 757, welche über ein kleines Hohlgangsystem und einen unterirdischen Kasernenkomplex miteinander verbunden sind. Diese drei Teile entstanden in den Jahren 1938/39 und sind in der Ausbaustufe B alt hergestellt worden. Der Zugang zu dieser Anlage war nur über das Pz.W. 757 möglich. Heute gelangt man jedoch am sichersten über das Pz.W. 754 ins Innere dieses kleinen, aber feinen Hohlgangsystems.

Die Hauptaufgabe der Werkgruppe lag im Sichern der Eisenbahntrasse, welche hier die Festungsfront durchquert. Außerdem wurde hiermit zusätzlich die Drehbrücke D724 und der Graben 724 abgedeckt. Anzumerken ist, dass das weiter östlich gelegene Pz.W.755 und die Drehbrücke D724 einigen Quellen zufolge auch zur Werkgruppe gehörten.

Die Eisenbahnbrücke über die Straße sollte der Besucher sich auch genauer ansehen. Sie besteht aus gelbem Klinkermauerwerk und ist als Bauwerk vielleicht nicht sehr interessant, bis auf den Bachdurchfluss. Auf den Ziegelsteinen des Mauerwerks befinden sich jedoch viele deutsche Namen. Wahrscheinlich handelt es sich hier um Angehörige des RAD, welche im Jahr 1944 den O.W.B. verstärken mussten. Leider setzt sich auch in Polen ein allseits bekannter „Kunststil“ durch: Graffiti! Unsere Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2002, als noch nichts übersprüht war.

 

   

 

 

Eisenbahnbrücke in der Nähe der Werkgruppe „Schill“

 

 

 

 
Brücke mit davor liegendem Tunnel für einen Bach
 

 

 
Inschriften an der Brückeninnenseite
 

 

 
 
 

 

Pierre (re) und Mathi (li) im Anmarsch auf die Werkgruppe

 

Übersicht aller Bauwerke

 

Kaserne "Schill"

     

Pz.W.754

 

Pz.W.757