Da man an der Festungsfront auf Schritt und Tritt auf  Ringstände (Tobrukstände) trifft, haben wir hier nachfolgend ein paar Fakten zusammengetragen und diese auch unter wikipedia.org veröffentlicht. Auf unseren Seiten haben wir aber im Gegensatz zu Wikipedia die Möglichkeit eine größere Anzahl von Fotos zu zeigen.

 

Ringstände, auch als Tobruk-Stand oder Tobruk bezeichnetet, sind Kleinstbunker vom Typ „Regelbau 58a-d“. Diese wurden im Zweiten Weltkrieg in großer Zahl hauptsächlich am Atlantikwall, Westwall und auch an der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (Ostwall) errichtet. Ihren Ursprung haben sie in Nordafrika. Der Name Tobruk-Stand geht auf die libysche Hafenstadt Tobruk zurück, die von 1941-1942 Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen dem Deutschen Afrikakorps und britischen Truppen war. Da sich die Tobruk-Stände in Nordafrika gut bewährten, wurden sie als Bauwerke der feldmäßigen Befestigung von Adolf Hitler ausdrücklich befürwortet und weiterhin zum Bau zugelassen.



Aufbau:

Ringstände bestehen aus einem Kampfraum der nach oben ebenerdig abschnitt und einem tiefer gelegenen Unterschlupf, der Platz für Ausrüstung, Bedienpersonal und Munition bot. An einer Bunkerseite befand sich der Eingang, der in der Regel über einen Laufgraben zu erreichen war, über den der Bunker auch mit anderen Bunkern verbunden war.

Die Wand- und Deckenstärke betrug 40cm, dadurch war dieser Kleinstbunker gerade einmal splittersicher. Errichtet wurden sie mit ca. 11m³ Beton (Regelbau 58c).

Der Ring des Kampfraums bestand aus Stahl und war sowohl rund als auch achteckig ausgeführt. Sein Durchmesser betrug ca. 80cm.


Besatzung:

Ein bis zwei Mann Besatzung, je nach Art der Bewaffnung.


Bewaffnung :

Üblicherweise wurden Ringstände zum Zweck der Nahverteidigung mit MG34 oder MG42 ausgerüstet. Seltener war die Bewaffnung mit Granatwerfern, Panzerkuppeln oder Panzertürmen von Kampfpanzern.


Einsatz:

Ringstände dienten in erster Linie als vorgeschobene Beobachtungsposten sowie der Verstärkung feldmäßiger Befestigungen. Sie wurden jedoch auch zur flankierenden Verteidigung von größeren Kampfanlagen oder strategisch wichtiger Bauwerke genutzt. In den großen Verteidigungsanlagen Atlantikwall, Westwall und insbesondere am Ostwall dienten sie auch dazu die Lücken zwischen den Großkampfanlagen zu schließen, da sie schnell und vergleichsweise billig errichtet werden konnten.

 

nachfolgend  einige Fotos von Tobruks an der FFOWB

 

 

 

 

 

 

 

Pierre in einem Tobruk

in offenem Gelände

 

 

 

 

 

 

 


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