Pz.W. 701

 

 

Baujahr:                   1936/37

Ausbaustärke:         B alt

Nutzfläche:              398,40 m²

Erhaltungszustand: 85%

 

Dieses Panzerwerk befindet sich im Wald an einer Wegkreuzung, ca. 1 km südlich der Ortschaft Staropole (Starpel). Es ist das am westlichsten gelegene Panzerwerk der Werkgruppe „Körner“. Aus dieser Lage ergaben sich drei Aufgaben für die Besatzung:

 

1.        Deckung der vorgelagerten Pz.W. 702 und 703,

2.        Verteidigung des Stauraumes 711,

3.        und Sicherung der Straße Lubrza (Liebenau) – Staropole (Starpel).

 

Dafür war das Pz.W. mit einem Maschinengranatwerfer M19 und vier MG ausgerüstet. Die MG befanden sich in einem Sechsschartenturm 20P7 (2 MG), einem Dreischartenturm 2P7 und hinter einer Schartenplatte 7P7. Der Maschinengranatwerfer M19 befand sich in einem Panzerturm 34P8 und um das Kampffeld zu beobachten, besaß das Werk noch einen Panzerturm 52P8 zur Infanteriebeobachtung.

Des Weiteren befand sich auf der Eingangseite hinter einer Schartenplatte 7P7 noch ein MG zur flankierenden Eingangsverteidigung. 

Heute gelangt man über den ehemaligen techn. Zugang in den Bunker. Hinter diesem befinden sich die Reste des Sechsschartenturms 20P7, dem sich ein großer Bereitschaftsraum anschließt. Im Raum geradeaus war früher die Unterkunft für die Unteroffiziere. Die Stufen links führen in die flankierende Eingangsverteidigung, durch welche man einen guten Blick auf den Eingangsbereich hat. Durch die ehemals zweiflügelige Tür gelangt man in Hauptflur der Anlage. Auf der rechten Seite befand sich ein Ruheraum und gegenüber der Wasservorratsraum, in dem heute noch der Wassertank vor sich  hinrostet. Gleich danach kommt die Wache, welche in die Hauptgasschleuse und zu den Ausgängen führt. Geht man nun den Hauptflur weiter gerade aus, so durchquert man eine weitere zweiflügelige Tür. Links gelangt man den in den Sanitärtrakt, welcher aus zwei Räumen bestand. Rechts war der Brennstoffraum. Die nächste Tür führt in die Küche mit anschließendem Vorratsraum. Der Raum geradeaus war ein Ruheraum, welcher mit einem Notausstieg versehen war. Durch die linke Tür gelangt man in den Maschinenraum. Hier fällt einem sofort der große Tank auf. Dieser diente wie der Tiefbrunnen der Wasserversorgung. Außerdem waren hier noch zwei Aggregate zur Stromerzeugung und die Lüftungs- und Filteranlage installiert. Besonders erwähnenswert sind die Reste einer Rückschlagklappe der Drägerwerke Lübeck direkt oberhalb der Tür.

Folgt man dem Hauptflur an der Wache nach rechts, so gelangt man zu den wichtigsten Teilen des Panzerwerkes. Als erstes befinden sich auf der linken Seite ein Raum zur besonderen Verwendung und der Verbandsraum des Bunkers. Geradeaus gelangt man in einen Bereitschaftsraum. Durch die linke Tür erreicht man die Sicherheitsschleuse vor dem Bereich des Maschinengranatwerfers M19 (die Treppe endet in einem kurzen Flur ohne erkennbare Bedeutung). Die folgenden zwei Räume dienten der Lagerung von 5-cm Werfergranaten für den Maschinengranatwerfer M19. Im letzten und größten Raum wurde ebenfalls Munition gelagert und es befanden sich hier die technischen Anlagen für den Maschinengranatwerfer. Eine früher zweiteilige Tür führt von hier in den Panzerturm 34P8 und eine kleine Öffnung führt zum Notausstieg. Zurück im Bereitschaftsraum geht es durch eine Tür in einen Munitionsraum, von welchen man in den höher gelegenen Kampfraum für MG hinter Schartenplatte 7P7gelangt (Leiter fehlt natürlich!). Wieder auf dem Hauptflur geht es rechts zuerst in den Nachrichtenraum, welcher mittels einer kleinen Öffnung in der Wand mit dem dahinter liegendem Führerraum verbunden war. Diesem gegenüber befanden sich ein Planraum sowie der Zugang zum Panzerturm zur Infanteriebeobachtung 23P8. Über zwei Türen gelangt man jetzt in einen Bereitschaftsraum. Rechts geht es wieder in einen Ruheraum für Mannschaften. Links am Ende des Raumes ging es durch einen kleinen Munitionsraum in den Dreischartenturm 2P7. 

Heute befindet sich das Panzerwerk auf einer Lichtung im Wald. Umgeben von den Resten alter Feldstellungen und zugewuchert ist es mit etwas Geduld zu finden.   

 

 

 

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