Pz.W.703

 

 

 

 

Baujahr:                   1938/39

Ausbaustärke:         B alt                                 

Nutzfläche:              475,24 m²

Erhaltungszustand: 70%

 

 

Das Pz.W. 703 ist die letztgebaute und zugleich größte Anlage der Werkgruppe „Körner“. Dieses Panzerwerk ist von allen drei Werken am östlichsten  gelegen und deckte das östliche Ende des Grabens 713 und das anschließende Überflutungsgebiet. Man erreicht diese zweistöckige Anlage am besten vom Pz.W. 701 aus, indem man dem Weg in Richtung Osten folgt. Nach etwa 600 m erkennt man auf einer kleinen Anhöhe das Werk. Von außen macht das Pz.W. 703 einen ziemlich ramponierten Eindruck, da durch Sprengungen im Obergeschoss ein großes Stück der Außenwand (ca. 4,50 m lang)  nach draußen gedrückt wurde. Trotzdem ist ein Einstieg problemlos über die flankierende Eingangsverteidigung möglich.

Zur Hauptbewaffnung des Panzerwerkes gehörten 5 MG, ein Maschinengranatwerfer M19 und ein Flammenwerfer. Zum Schutz dieser Waffen kamen folgende Panzerbauteile zum Einbau:   

                                        - zwei Sechsschartentürme 20P7,

                                        - eine Schartenplatte 6P7,

                                        - ein Panzerturm 424P01 und

                                        - ein Stahlring 420P9.

Im Innern des Werkes waren zur Nahverteidigung noch ein Gewehrschartenverschluss 48P8 und ein Gewehrschartenverschluss 57P8 eingebaut.  Des Weiteren besaß das Panzerwerk zur besseren Beobachtung des Geländes einen Panzerturm zur Infanteriebeobachtung 438P1.

Wie oben erwähnt, gelangt man über die flankierende Eingangsverteidigung ins Innere des Bunkers. Nach Durchqueren eines kleinen Bereitschaftsraums gelangt man ins Treppenhaus, welches wie das zweistöckige Maschinenhaus und der Flammenwerfer zentral angeordnet sind. In der oberen Etage befanden sich mehrere Bereitschaftsräume, die Zugänge zu den Panzertürmen, der Nachrichten –und der Führerraum sowie zusätzlich ein Raum für Stabsoffiziere. Als weitere Besonderheit besaß der Wachraum  keine Nahkampfscharte, sondern eine mittelgroße Öffnung in der Wand. Hierbei handelt es sich um eine Munitionsdurchreiche, welche mit einer Stahltür verschlossen wurde. Obwohl die obere Etage durch die Sprengungen der Sowjets in Mitleidenschaft gezogen wurde und der gesamte Bunker seiner Installationen beraubt ist, befindet sich unter dem Kampfraum des Flammenwerfers noch heute der Behälter für das Flammöl. Die untere Etage steht einige cm unter Wasser, ist aber ansonsten bis auf den Maschinenraum in einem sehr guten Zustand. Hier befanden sich mehrere Ruheräume, die Küche mit Vorratsraum, ein Verbandsraum, die Sanitäreinrichtungen, ein großer Brennstoffraum und ein Munitionsraum. Im zerstörten Maschinenhaus waren früher drei Stromerzeuger sowie die Anlagen zur Belüftung installiert. Die Wasserversorgung war in einem separaten Raum mit Tiefbrunnen und zwei Wassertanks untergebracht. Des Weiteren besaß das Panzerwerk im Untergeschoss noch einen techn. Zugang  und verfügte nur über einen Notausgang.    

 

 

 

 

Stellungen im Umfeld des Werkes

 

 

 

  Eingangsbereich und die Wucht der Sprengung
 

 

  Außenansicht des Pz.W. 703, im Vordergrund die Wirkung der Sprengung
 

 

  ... noch einmal aus größerer Entfernung
 

 

  rechter Eingang und flankierende Eingangsverteidigung

 

 

flankierende Eingangsverteidigung

 

 

gesprengter Sechsschartenturm 20P7

 

   

 

gesprengter Infanteriebeobachtungsturm 438P1

 

   

 

gesprengter Infanteriebeobachtungsturm 438P1

 

   

 

hinterer gesprengter Sechsschartenturm 20P7

   

 

 

 

  hinterer gesprengter Sechsschartenturm 20P7
 

 

 

Pierre und Erik bestaunen die Dehnungsfuge des Pz.W.

 

 

 

  Die Dehnungsfuge in der Detailaufnahme
 

 

  Eisen (siehe Pfeile!) zum befestigen von Tarnnetzen über dem Eingangsbereich
 

 

  ... noch einmal

 

 

Werkgruppe Körner

weiteres Bildmaterial vom Pz.W.703

Übersicht aller Bauwerke

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