Pz.W. 642

 

 

 

Baujahr:                   1938

Ausbaustärke:         B 1

Nutzfläche:              46,18 m²

Erhaltungszustand: 45 %

 

 

Hierbei handelt es sich um einen Regelbau Typ 26, wie er insgesamt 14-mal im Oder-Warthe-Bogen verwendet wurde. Diese Anlagen unterschieden sich nur in der Anordnung der Eingangsverteidigung und der Panzerkuppeln. Bei diesem befanden sich die flankierende Eingangsverteidigung und der Sechsschartenturm auf der rechten Seite des Bauwerkes. 

Das Pz.W. 642 befindet sich an der Straße zwischen Rokitnica und Skape, ca. 1,5 km hinter der Ortschaft Rokitnica auf der rechten Seite im Wald. Seine Aufgabe bestand darin die Lücke zwischen den beiden "echten" Panzerwerken 631 und 646 zu sichern.

Durch Sprengungen und die Metallentnahme nach dem Krieg sind jedoch nur noch der Eingangsbereich, die flankierende Eingangsverteidigung  und ein Teil des Bereitschaftsraumes erhalten geblieben. Der Sechsschartenturm vom Typ 35P8 wurde komplett entfernt, ebenso die Schartenplatte 403P9. Einzig die drei Gewehrschartenverschlüsse überstanden die Sammelwut der Verwertungsspezialisten.  Heute können die Reste der Anlage über den Eingangsblock mit seinen zwei Eingängen betreten werden. Von hier aus betritt man den gesprengten Bereitschaftsraum des Bunkers. Auf der linken Seite befindet sich der Notausgang und durch die rechte Tür kommt man in die flankierende Nahverteidigung.  Der Zugang zum Sechsschartenturm befand sich in der rechten hinteren Ecke des Bereitschaftraums. Der Nachteil dieses kleinen Pz.W. war das Fehlen der Strom –und Wasserversorgung, sowie das Nichtvorhandensein der  Toiletten und Waschgelegenheiten.

In nordwestlicher Richtung, ca. 80 m vom Pz.W. entfernt, befindet sich ein mit Ästen und Reisig zugedeckter Ringstand Typ 58c.

 

 

 

 

  Blick auf den stark zerstörten Regelbau
     
 

  ...man sieht deutlich die Auswirkungen der Sprengungen

 :-(

     
 

  Ansicht des Eingangsblocks (zwei Eingänge) mit flankierender Eingangsverteidigung (Pfeil)
     
 

  Eingang mit flankierender Eingangsverteidigung. Die Schartenplatte 403P9 für MG wurde entfernt.
     
 

  Eingangsbereich
     
 

  Blick auf beide Eingänge
     
 

 

  Detailaufnahme eines Rohres im Eingangsblock. Durch solche Rohre wurden Kommunikationskabel verlegt.
     
 

  Nahkampfscharten zur Eingangsverteidigung im Innern des Werkes. Hinter der in der rechten Scharte befand sich der Raum für die flankierende Eingangsverteidigung.
     
 

  im Eingangsbereich, hinten rechts erkennt man die Stufen eines der Eingänge
 

  Ruhe- und Bereitschaftsraum, man erkennt noch die Wandhalterungen für die Pritschen. Aufgrund seiner geringen Größe besaß das Werk nur einen größeren Raum.
     
     

 

 

 

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