Die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen stellt neben der Maginotlinie und dem Atlantikwall eines der größten, weitgehend erhalten gebliebenen Festungssysteme des 20. Jahrhunderts dar.

Zusammen mit der Pommernstellung, welche sich nördlich und der Oder-Stellung, die sich südlich anschließt, hatte der Oder-Warthe-Bogen die Aufgabe die Reichsgrenze nach Osten zu sichern. Die Bezeichnung Ostwall, ist zwar im Zusammenhang mit der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen weit verbreitet, aber historisch nicht belegt. Auch wir wählten die Bezeichnung "Ostwall" für unsere Seiten aus Unwissenheit.

 

 

Beim Oder-Warthe-Bogen handelt es sich um eine ursprünglich auf 110 km Breite ausgelegte Festungsfront, die in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts 120 km von der Reichshauptstadt Berlin zu deren Verteidigung errichtet wurde. In der westpolnischen Landschaft, dem Gebiet zwischen Oder und Warthe  (Lebuserland) findet man auch heute noch die teilweise gut erhaltenen  Überreste dieser Festungsfront. Ein Teil des Oder-Warthe-Bogens wurde jedoch von  Russen und Polen nach Kriegsende zerstört und ausgeschlachtet.

Auf den folgenden Seiten versuchen die Betreiber dieser Seite dem Interessierten einiges an Wissenswertem über die FFOWB zu vermitteln. Wir erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit unserer Angaben. Unsere Angaben stützen sich auf einige wenige Literaturquellen sowie Eindrücke, die wir bei unseren Exkursionen zur Festungsfront sammelten. Wir sind bestrebt, diese Homepage ständig zu verbessern und zu vervollständigen, dazu brauchen wir Unterstützung in Form von Bild- und Textdokumenten. Sollten Sie im Besitz solcher Unterlagen sein und uns diese zur Verfügung stellen möchten, so setzen sie sich bitte mit uns per E-Mail in Verbindung.

 

 Achtung!

Dem interessierten Besucher sei gesagt, dass sich viele Anlagen in einem desolaten Zustand befinden. Es wurden fast alle metallischen Gegenstände entfernt bzw. der Rest verrottet langsam. Überall befinden sich offene Kabelschächte und Entwässerungssysteme. Außerdem wurden Teile von Anlagen gesprengt, so dass Schutt und Trümmerteile umher liegen sowie gefährliche Moniereisen heraus stehen. Es ist deshalb unbedingt davon abzuraten, alleine in die Bunker zu steigen. Wer das erste mal im O.W.B. ist, sollte lieber zuerst das Museum bei Kalau (Pniewo) besuchen. Es lohnt sich auf jeden Fall, da hier Führungen durch das Hohlgangsystem angeboten werden. Festes Schuhwerk und warme Kleidung (10-12°C innerhalb der Bunker!) sind sehr zu empfehlen. Ganz wichtig ist auch genügend Licht am besten in Form von zwei Taschenlampen pro Person.

 

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